Mindful Self-Compassion (MSC) – Achtsames Selbstmitgefühl

Was ist MSC?

Mindful Self Compassion ist ein empirisch gestütztes, wissenschaftlich untersuchtes Gruppen-Programm, das konzipiert wurde, um unsere Fähigkeit zu Mitgefühl mit uns selbst und anderen zu stärken. Es wurde von den Psycholog*innen Kristin Neff und Dr. Christopher Germer entwickelt und wird seit 2010 weltweit unterrichtet.

MSC ist ein 8-wöchiges Trainingsprogramm zur Kultivierung und Entwicklung von Selbstmitgefühl. In einem MSC-Training werden Grundprinzipien und Werkzeuge vermittelt, die es den Teilnehmenden ermöglichen, schwierigen Momenten in ihrem Leben mit Freundlichkeit, Verständnis und Fürsorglichkeit zu begegnen.
Selbstmitgefühl unterscheidet sich nicht wirklich vom Mitgefühl für andere. Der Unterschied besteht meist darin, dass Menschen in der Regel sich selbst ausschliessen aus dem Kreis derer, deren ihr Mitgefühl gilt – sie sind eher bereit, anderen Mitgefühl entgegenzubringen als sich selbst. Obwohl Selbstmitgefühl die gleiche Qualität hat wie Mitgefühl für andere besteht der Unterschied, dass sie nach innen gerichtet ist. Mit Selbstmitgefühl gehen wir mit uns selbst genauso freundlich und verständnisvoll um wie mit einer guten Freundin - einem guten Freund.



Es gibt drei Schlüsselkomponenten in der achtsamen Selbstmitgefühls Praxis:

-Achtsames Bewusstsein
-Gemeinsames Menschsein
-Selbstfreundlichkeit

Achtsamkeit vs. Überindentifikation
Um auf unser Leiden mit Mitgefühl reagieren zu können, müssen wir zuerst wahrnehmen, dass wir Leiden. Hier setzt die Achtsamkeit ein, sie hilft uns, uns schmerzhaften Gefühlen zuzuwenden und «mit ihnen zu sein», so wie sie sind. Im Zustand der Achtsamkeit sind wir ausgeglichen, weder meiden oder unterdrücken wir, was wir fühlen, noch werden wir von dramatischen Geschichten mitgerissen. Das zusammenspinnen von dramatischen Geschichten in unserm Geist, kann man als Überindentifikation bezeichnen.

Gemeinsames Menschsein vs. Selbstisolation
Das Gefühl von dem gemeinsamen Menschsein öffnet uns für unsere grundlegende Verbundenheit mit allen Wesen, so dass wir erfahren, dass wir nicht allein sind. Wir versuchen unsere Unvollkommenheit als Teil der menschlichen Erfahrung im grossen Ganzen zu sehen. Es ist Erkennen das wir alle Leiden, dass Leiden zum Leben dazugehört. Mit dem Gedanken: »Wieso passiert das immer nur mir?» treiben wir uns immer wieder in den Zustand der Selbstisolation.
Die eingebettete Erkenntnis der gemeinsamen Menschlichkeit birgt eine sehr starke Heilkraft in sich.

Selbstfreundlichkeit vs. Selbstkritik
Selbstfreundlichkeit bedeutet, mit uns selbst freundlich, verständnisvoll, unterstützend und führsorglich umzugehen, so wie wir eine gute Freundin – einen guten Freund behandeln würden. Meistens behandeln wir uns selbst viel harscher, unfreundlicher und sagen gemeine und grausame Dinge zu uns selbst, die wir nie in einem solchen Ton jemandem anderen sagen würden. Beim Mitgefühl gibt es auch Elemente des Handelns, das heisst, dass wir uns selbst aktiv trösten, schützen und uns beistehen, wenn wir leiden.



Wozu Selbstmitgefühl praktizieren?

Forschungsergebnisse zeigen, dass Menschen, die selbstmitfühlend mit sich umgehen,
zufriedener sind.

-Selbstmitgefühl führt zu Optimismus, Dankbarkeit und befriedigenden Beziehungen.
-Es bewirkt gesteigertes emotionales Wohlbefinden und eine erhöhte Widerstandsfähigkeit.
-Es verringert Angst, Depression, Stress und scheint vor Burnout in helfenden Berufen zu schützen.
-Selbstmitgefühl ist eine kraftvolle Alternative zu Selbstkritik und schädlichem Perfektionismus.
-Es ist eine starke Ressource, um sich leichter von Rückschlägen zu erholen, aus seinen Erfahrungen zu lernen und das Leben in all seinen Fasetten anzunehmen.
-Selbstmitfühlender durchs Leben zu gehen, fühlt sich einfach gut an.


Kursinhalte

Das Programm beinhaltet verschiedene Schwerpunktthemen wie z.B.:

-Selbstmitgefühl und Achtsamkeit.
-Die selbstkritische und mitfühlende Stimme entdecken.
-Eigene Werte erforschen.
-Umgang mit herausfordernden Gefühlen.
-Selbstmitgefühl in Beziehungen.



Sie werden eine Vielfalt von Meditationen und Reflexionsübungen kennenlernen und sich darüber in der Gruppe austauschen.
Kursbegleitend erhalten sie das Übungsbuch «Selbstmitgefühl» von Kristin Neff und Christopher Germer» und Audiodateien zum Üben zuhause.

«Wenn du beginnst, dein Herz zu berühren oder es berühren zu lassen, dann beginnst du zu entdecken, dass es bodenlos ist, dass es keine Grenzen hat, dass dieses Herz riesig, unendlich und grenzenlos ist. Du beginnst zu entdecken, wie viel Wärme, Freundlichkeit und Platz es dort gibt.» Prema Chödrön


Daten und Kurszeiten:

Freitag 18. Februar 2022 kostenloser Infoabend von 19.00 – 20.30 Uhr

11./18./25. März 2022
01./8./29. April 2022
7./13./20. Mai 2022
Jeweils Freitag von 18.45– 22.00 Uhr (20 Minuten Pause)
Am Samstag 7. Mai Retreat Nachmittag von 13.30 – 17.30 Uhr


Herbstkurs 2022

Samstag 24. September kostenloser Infoabend von 19.00 - 20.45 Uhr

29. Oktober 2022
5./12./19./26. November
3./10./17. Dezember
Jeweils Samstag von 9.00 - 12.30 Uhr (20 Minuten Pause)
Am Sonntag 27. November Retreat Nachmittag von 13.30 - 17.30 Uhr

Kosten:

Je nach eigener Einschätzung, abhängig von Ihren aktuellen finanziellen Möglichkeiten:
Fr.860.-/ Fr.780.-/Fr.690.- (Kann auch gerne in zwei Raten bezahlt werden.)
Leistungen, die im Kursgeld enthalten sind: Infoabend, alle 8 Kurs-Termine, Übungsnachmittag, Arbeitsmaterial, das Übungsbuch (Selbstmitgefühl Kristine Neff-Christopher Germer)

Kursleitung:

Karin Leichtle Ricalde – Achtsamkeitslehrerin MSC i.A.- MBCP-AMIKI/
Dipl.Yogalehrerin YCH/EYU/ Erwachsenenbildnerin/Mutter eines Sohnes/
www.achtsames-elternsein.ch oder www.yoga-by-karin.ch

Iris Heer – Psychologin M.Sc./Mit Kindern wachsen Entdeckungsraum Leiterin/
Mutter von zwei Töchtern/
www.herzenswunderwelten.ch